Schülerinnen der Irmengardschule zu Besuch bei der Landschafts-Biogeochemie
23 Schülerinnen der Irmengardschule erkundeten am 26.02.2026 im Labor der Arbeitsgruppe Landschafts-Biogeochemie mit eigenen Experimenten, welche Treibhausgase das Klima beeinflussen und wie heimisches Grün‑ und Ackerland als Quelle und Senke fungieren. PD Dr. Ralf Kiese, Dr. David Piatka, Georg Willibald, Lioba Martin und Dr. Hannes Imhof erklärten dabei die Bedeutung biogener Treibhausgase für den Klimawandel.
Der Schwerpunkt der Landschafts-Biogeochemie liegt auf dem Stoffaustausch zwischen Land und Atmosphäre, wobei besonders Grün- und Ackerland untersucht werden. Die Schülerinnen lernten, dass Kohlendioxid (CO2) das zentrale Treibhausgas ist, das den Klimawandel vorantreibt, und dass biogene Quellen – etwa mikrobieller Abbau im Boden – bedeutende Beiträge leisten. Dieses Wissen verknüpft die allgemeinen Klimatheorien mit konkreten Prozessen, die unmittelbar vor ihrer Haustür stattfinden.
In praxisnahen Experimenten setzten die Teilnehmerinnen zunächst geschlossene Messkammern ein, um CO₂-Emissionen aus Bodenproben zu erfassen. Anschließend bestimmten sie die gemessenen Konzentrationen mithilfe eines Laserspektrometers, das höchste Präzision bietet. Durch diese beiden Verfahren konnten die Schülerinnen den Unterschied zwischen Quellen (Emission) und Senken (Aufnahme) von CO2 im heimischen Grünland anschaulich nachvollziehen.
Der Einsatz moderner Messtechnik eröffnete den Schülerinnen einen Einblick in aktuelle Forschungs- und Analyseverfahren, die essenziell für das Verständnis und die Bewältigung des Klimawandels sind.